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Gelesen & gelernt: Schuldenbremse, Chinas AI Act

Konrad Lischka
Konrad Lischka
3 minuten gelesen
Gelesen & gelernt: Schuldenbremse, Chinas AI Act

Inhaltsverzeichnis

Seltsam an der Schuldenbremsen-Diskussion:

Prägnantes Zitat eines Managers zum Schuldenbremsen-Durcheinander in Deutschland:

“Anyone you speak to in the chip industry who has a project in Germany and has yet to receive a legally binding contract from the government is scratching their heads,” said one executive with knowledge of the subsidy issue. Another executive at a chipmaker was more forthright. “Germany is not just the sick man of Europe — it turns out it’s also the dumb man of Europe,” he said. “This is a total fiasco.”

Die Art der Finanzierung beantwortet nicht, was man mit welchen Prioritäten in Angriff nimmt und wie man vorgeht. Das sind fachliche, inhaltliche Fragen. Stimmt schon: Alles, was wir tatsächlich tun können, können wir uns auch leisten. Aber: Was wir tatsächlich tun müssen, wollen mit welchem Ziel und welchen Prioritäten? Ganz konkret: Wenn strategisch für unsere Volkswirtschaft die Versorgung mit Chips unabdingbar ist, müssen wir die Produktionskapazitäten im Land aufbauen. Egal, wie wir das finanzieren - es ist eine Frage der Sicherheit.

Germany’s budget crisis threatens chipmaking ambitions
Top court has cast doubt over billions of euros in subsidies for semiconductor groups

Barvermögen in Japan

Die Schulden des japanischen Staats sind nicht nur zum allergrößten Teil das Vermögen der japanischen Bevölkerung. Nein, private Haushalten haben auch Barvermögen größer als das deutsche BIP:

„In national terms, Japan’s cash savings alone are equivalent to the combined annual gross domestic product of Germany and India. In corporate terms, Mrs Watanabe could buy Apple, Microsoft and Saudi Aramco with what she has sitting (earning almost zero interest) in the bank.“
Can Japan’s legendary savers spark a stock market boom?
Japanese households hold a remarkable proportion of their financial assets in cash but a new investment scheme may loosen their purse strings

KI-Regulierung in China (gibt's schon länger als in der EU)

Zum AI Act lese ich zwei Spins: „Europa ganz vorn“ oder „Warum immer gleich als erstes regulieren (die Wirtschaft!)“. Da fehlt der Blick in die Welt. Beispiel China. Foreign Policy zum Vorgehen da:

„The Chinese government has taken a targeted and iterative approach to AI governance. Instead of immediately going for one all-encompassing law that covers all of AI, China has picked out specific applications that it was concerned about and developed a series of regulations to tackle those concerns.“
What the U.S. Can Learn From China About Regulating AI
Over the past two years, China has enacted some of the world’s earliest and most sophisticated rules for AI.

Basis dieses Meinungsstücks ist ein detaillierter Bericht desselben Autors zur AI-Regulierung in China. Nur auf den Ansatz fokussiert, von Inhalten und Legitimation ab, scheint der Ansatz grundlegend anders zu sein: Spezifisch, detailliert und interativ statt allumfassend, wenig detailliert (=vage) und einmali

Bloggelesen+gelernt

Konrad Lischka

Projektmanagement, Kommunikations- und Politikberatung für gemeinnützige Organisationen und öffentliche Verwaltung. Privat: Bloggen über Software und Gesellschaft. Studien, Vorträge + Ehrenamt.
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