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Warum Google Boston Dynamics verkauft? Vielleicht wegen Rüstung.

Konrad Lischka
Konrad Lischka
1 minuten gelesen
Warum Google Boston Dynamics verkauft? Vielleicht wegen Rüstung.

Die Google-Mutterfirma Alphabet sucht also einen Käufer für das Roboterunternehmen Boston Dynamics. Bei den Spekulationen über die Gründe dafür dominiert gerade eine Lesart, die dieser Bloomberg-Artikel zusammenfasst:
– Die Roboter sind gar nicht so toll, weil sie nicht autonom handeln (»a human steered the robot via radio during its outside strolls«)
– Es wird mit Blick auf kommerzielle Produkte zu lange dauern, bis autonomes Handeln möglich sein könnte. (»it would take a decade to develop Boston Dynamics’s technology into a commercial product«)

Mir erscheint dieser Gedankengang nicht schlüssig. Es gibt heute eine Menge von Robotern, die durch Menschen gesteuert werden und viel Geld kosten. Zum Beispiel fliegende Drohnen. Es gibt durchaus einen Markt für solche Technologie in der Luft. Vielleicht auch am Boden. Dass Menschen die Drohnen steuern müssen, ist kein Ausschlusskriterium. Nur sind Rüstungsaufträge vielleicht nicht das Geschäftsmodell, das Alphabet verfolgen und in der Öffentlichkeit verteidigen will. Auch das ist reine Spekulation, aber ich finde diesen Gedanken so plausibel wie die dominierende Erklärung, die Bloomberg rekapituliert.

Es kann sein, dass die Technik für Rüstungsprojekte weit genug ist, für alle andere aber nicht und Alphabet dieses Geschäft nicht selbst verfolgen will.

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Konrad Lischka

Projektmanagement, Kommunikations- und Politikberatung für gemeinnützige Organisationen und öffentliche Verwaltung. Privat: Bloggen über Software und Gesellschaft. Studien, Vorträge + Ehrenamt.
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