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Wenn Gott geht, bleibt das Geld

Konrad Lischka
Konrad Lischka
1 minuten gelesen
Wenn Gott geht, bleibt das Geld

These: Die verbreitete und emotionale Ablehnung von Erbschaftssteuern hängt damit zusammen, dass es a) das Tabuthema Endlichkeit und Tod trifft und b) in der Makroperspektive mangels Glauben und Religiosität für viele eine befriedigende Antwort auf das danach fehlt. 

Deshalb ist das Vererben der Weg zur Unsterblichkeit. Wer keinen Bezug zu Jenseits, zu Ideengeschichte, zu Resonanz durch Beziehungen in der Welt hat, der hat immer noch den Besitz. Das einzige was vielen Menschen bleibt, ist der angehäufte Besitz und der Glaube an die Ewigkeit materieller Werte. Beides dürfte einander bedingen. Je mehr Energie und Lebenszeit in das Anhäufen von Besitz geflossen ist, desto wichtiger muss der materielle Besitz sein, auch über den Tod hinaus. 

Ich finde leider keine Empirie aus Umfragen, die Haltung zu Erbschaftssteuern in Bezug zu Antworten setzt zum Glauben und grundsätzlichen Überzeugungen. Das wäre eine interessante Forschungsfrage.

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Konrad Lischka

Projektmanagement, Kommunikations- und Politikberatung für gemeinnützige Organisationen und öffentliche Verwaltung. Privat: Bloggen über Software und Gesellschaft. Studien, Vorträge + Ehrenamt.
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